Systematik: Basidiomycota > Agaricales > Mycenaceae
Deutscher Name: Falscher Rinden-Helmling
Vorkommen:
Gesellig an moosigen Rinden lebender und abgestorbener Stämme verschiedener Laubhölzer, vorwiegend an Esche (Fraxinus excelsior), Ulme (Ulmus) oder Ahorn (Acer), aber auch an Eichen (Quercus) und anderen Arten; vorwiegend im Spätherbst und in milden Wintern, weit verbreitet.
Vorkommen am Ammersee:
Verbreitet.
In unserer Datenbank gibt es 42 Fundmeldungen.
Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Hut 3-10 mm breit, jung halbkugelig bis glockig, dann stumpf kegelig, Huthaut glatt, teilweise fein weißlich bereift, jung bleigrau bis dunkel stahlblau, später ausblassend, feucht auf 3/4 durchscheinend gerieft, mit hellerem, ausgefranst gezähneltem Rand, sehr dünnhäutig.
Lamellen weißlich bis hell fleischfarben, breit, bauchig, am Stiel breit angewachsen, mit glatter und fein bereifter Schneide.
Stiel 10-20 mm lang und bis 1 mm dick, zylindrisch, meist bogig, glatt, auf graubraunem Grund fein weißlich bereift, hohl, mit schwach weißstriegeligem Grund.
Fleisch geruchlos und mild.
Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 10-13 x 9,3-12 µm, rundlich, farblos und glatt, mit Tropfen, mit Jod blau.
Sporenpulver blass cremefarben.
Basidien 2-sporig, selten auch 4-sporig.
Cheilozystiden bürstenförmig mit fingerförmigen Auswüchsen, Pleurozystiden fehlend.
Bemerkungen:
Von ähnlichen sehr kleinen, an Rinde wachsenden Arten der Gattung durch die mehr oder weniger blau-graue Hutfärbung unterschieden. Mycena meliigena an ähnlichen Wuchsorten mit mehr violettlichen bis weinbraunen Farben ist nur mikroskopisch eindeutig zu trennen; sie hat andere Cheilozystiden und etwas kleinere Sporen.
Autor: Edmund Garnweidner
Quelle / Literatur:
Breitenbach/Kränzlin, Pilze der Schweiz, Bd. 3, Nr. 356;
Ludwig, Pilzkompendium, Bd. 3, Nr. 116.29, S. 638f.;
Robich, Mycena d’Europa, S. 665ff.