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Lophiostoma simillimum P. Karst

Systematik:

Deutscher Name:

Vorkommen:
Europa, verbreitet, aber insgesamt selten gemeldet.
An abgestorbenen Stängeln, Gräsern und Zweigen, z. B. Ranken der Waldrebe (Clematis vitalba).

Vorkommen am Ammersee:
Der Pilz wurde seit 1903 nicht mehr gemeldet.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Pseudothezien einzeln oder in Kleinen Gruppen, < 1 mm im Durchmesser, im Substrat zur Hälfte eingebettet, schwarz.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 24-34 x 4,5-6,5 µm, 4-6-fach eingeschnürt septiert, gekrümmt, hellbraun in H2O.
Schläuche 55-70 x 8-12 µm, 8-sporig.

Bemerkungen:
Es handelt sich hier um den ältesten derzeit bekannten wissenschaftlichen Beleg aus der Ammerseeregion.
Zwischen 1860 und 1910 waren einige Spezialisten (wie z. B. Allescher und Rehm) im Großraum München unterwegs und haben Hunderte von winzigen Schlauchpilzarten erforscht und dokumentiert. Viele davon sind in der Botanischen Staatssammlung in München-Nymphenburg erhalten geblieben.

Der Pilz wird von manchen Autoren unter dem Synonym Lophiostoma caulium (Fr.) Ces. & De Not. geführt. Zur Bestimmung sind die Mikromerkmale erforderlich und die genaue Kenntnis der Wirtspflanzen hilfreich.

Autor: Peter Karasch

Quelle / Literatur:
Munk, A. 1957: Danish Pyrenomycetes: 428.

  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch