Vorkommen: Gesellig, aber nicht büschelig, sondern rasig auf einem entrindeten, liegenden, trockenen Stammstück von Lärche (Larix decidua), nach der Literatur vorwiegend an Kiefernholz.
Makroskopische Bestimmungsmerkmale: Hut 3 bis 5 cm breit, jung breit konvex mit stark eingebogenem oder eingerolltem, stets nach unten gerichtetem Rand und schwachem, undeutlichem Buckel, dann breit gewölbt bis halbkugelig, nicht vertieft, nicht hygrophan, creme-weißlich mit schmutzig blass leder- graubräunlichen Tönen, feucht schwach klebrig und etwas dunkler, bald trocken und schwach glänzend oder schwach radialfaserig, oft fleckig oder radial streifig und alt vom Rand her auch schwach cremeocker verfärbend, ziemlich fest mit dickfleischigem Kern. Lamellen jung mitunter weiß, meist aber von Anfang an blass ockergelb gefärbt, später besonders um den Stiel auffallend lebhaft creme- bis ockergelb, schmal und tief ausgebuchtet, etwas dicklich, ziemlich breit, wenig bauchig, ziemlich dichtstehend, am Hutrand mit bis 11 Lamellen pro cm, sehr breit, bis 9 mm breit bei 18 mm Länge, alt oft wellig verbogen, Schneide scharf, etwas uneben, fein hell flockig gezähnelt, aber nicht gesägt, mitunter grob ausgefressen. Stiel 3-4,5 cm lang und an der Spitze 5-10, am Grund 5-9 mm dick, zylindrisch, oft etwas verbogen, gelegentlich auch exzentrisch, sehr fest und fleischig, an der Spitze von den Lamellen schwach weißlich gerieft und weißmehlig, abwärts spärlich längsseidig-faserig, ohne erkennbare Cortinareste, gegen den Grund auch etwas längsrillig gefurcht, etwas zuspitzend, gelegentlich auch abgestutzt und dem Holz aufgepfropft, mitunter ziemlich weit hinauf mit weißem Myzelfilz. Fleisch weißlich, ziemlich fest, etwas durchwässert, teils mit starkem Geruch ähnlich Jodoform, teils mit mehr rettich- bis obstartigem, angenehmem Geruch und sehr bitterem Geschmack.
Mikroskopische Bestimmungsmerkmale: Sporen 6,5-7,5 x 4,5-5 µm, breit elliptisch bis schwach mandelförmig, auch unter Immersion glatt, dickwandig, ohne Keimporus, frisch im Mikroskop sehr blass bräunlich, im Exsikkat deutlich dunkler und fast hell rostbraun gefärbt, mit Melzers Reagens im Mikroskop sowohl frisch wie auch im Exsikkat dunkel fuchsig, aber ohne blaue oder blaugraue Farbreaktion. Zystiden schmal keulig-spindelig, meist mit kleinem, rundem Kopf, 24-35 x 6-7,5(-9,5)µm.
Bemerkungen: Die Gattung Hebelomina ist durch die sehr blass bräunlichen, dextrinoiden Sporen von der nächst verwandten Gattung Hebeloma getrennt. Vesterholt hält diese Unterscheidung allerdings nicht mehr aufrecht. Contu stellt Hebelomina neerlandica Art dagegen in die Gattung Gymnopilus.
Quelle / Literatur: Contu, Boll. Assoc. Micol. ed Ecol. 73-74: 16; Garnweidner, Mycol. Bav. 1, S. 15ff.; Vesterholt in Funga Nordica, 1. Aufl., S. 804.