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Lentinellus castoreus (Fr.) Konrad & Maubl. 1934

Synonyme: Lentinellus castoreus var. hispidus P.A. Moreau & Roux , Lentinellus castoreus var. tomentellus (P. Karst.) P.A. Moreau & Roux , Lentinellus tomentellus P. Karst.

Systematik: Basidiomycota > Russulales > Auriscalpiaceae

Deutscher Name: Filziger Zähling

Vorkommen:
An meist liegenden Stämmen verschiedener Nadelhölzer, meist an Weißtanne (Abies alba) oder Fichte (Picea abies), nach der Literatur auch an Laubholz, oft in Gruppen oder auch dachziegelig übereinanderstehend.
Nach dem Verbreitungsatlas der Großpilze Deutschlands (West), Bd. 1A (Karte 604), als L. vulpinus) nur in Süddeutschland, häufiger in der Schwäbischen Alb und im Bayerischen Wald, sonst sehr selten, in Südbayern nur 4 Fundorte zwischen Iller und Isar, in den bayerischen Alpen nur bei Oberammergau.

Vorkommen am Ammersee:
Zerstreut.
In unserer Datenbank gibt es 22 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Hut bis 12 cm breit, einseitig muschelförmig und fast immer stiellos, oft lappig verbogen, Oberseite satt rötlich- bis kastanien- oder schmutzigbraun mit jung mitunter hellem bis fast weißlichem Rand, fein filzig, alt verkahlend, selten auch jung schon mehr oder weniger kahl.
Lamellen cremefarben, sehr dichtstehend, mit fein gesägter Schneide, 4-6 mm breit.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 3-4,5 x 2-2-3,2 µm.
Tramahyphen stark amyloid (violett, s. Bild unten).

Bemerkungen:
Kenntlich an den für die Gattung außergewöhnlich großen, muschelförmigen und stiellosen Hüten und dem Standort fast ausschließlich an Nadelholz.
Wird mitunter mit dem durch meist kahlen, rippig-aderigen und blass ockerlichen Hut unterschiedenen Lentinellus vulpinus oder auch mit dem durch wesentlich kleinere Fruchtkörper, meist völlig kahlen Hut und den Standort nahezu ausschließlich an Laubholz unterschiedenen Lentinellus ursinus synonymisiert.

Autor: Edmund Garnweidner

Rote Liste: D

Quelle / Literatur:
Ludwig, Pilzkompendium, Bd. 1, Nr. 37.3, S. 226 (als Lentinus ursinus);
Moreau, Roux & Mascarell in Bull. Trim. Soc. Myc. Fr. 115(3): 342ff.

  • Detailansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Standort

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch