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Ischnoderma resinosum (Fr.) P. Karst. 1880

Synonyme: Lasiochlaena anisea Pouzar

Systematik: Basidiomycota > Polyporales > Fomitopsidaceae

Deutscher Name: Laubholz-Harzporling

Vorkommen:
Einzeln oder dachziegelig an toten, am Boden liegenden oder hängenden Stämmen und Strünken verschiedener Laubhölzer, vorwiegend an Rotbuche(Fagus sylvatica). meist an feuchten Standorten, gerne in Flußtälern und Schluchten; sehr selten.
Im Atlas der Großpilze Deutschlands (West), Bd. 1a (Karte 485), aus Bayern nur von 2 Fundorten im Kreis Garmisch und von der oberen Donau bekannt; seither sind aber auch Nachweise aus anderen Landesteilen bekannt geworden (Lohmeyer, mdl.).

Vorkommen am Ammersee:
Zerstreut, wird häufiger.
In unserer Datenbank gibt es 8 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Fruchtkörper bis 20 cm breit und 15 cm vom Substrat abstehend, einjährig, konsolen-, fächer- bis fast haubenförmig, schmal angewachsen, oberseits konzentrisch wellig und radial gefurcht, runzelig, anfangs schwach filzig, später verkahlend, dunkel rotbraun bis fast schwarz mit frisch weißlicher Wachstumszone und scharfem, dünnem welligem Rand.
Fruchtschicht weiß bis ockerlich, frisch bei Druck bräunlich anlaufend, sehr englöcherig mit 4-6 rundlichen Poren pro mm, Röhrenschicht 5-8 mm dick.
Fleisch hell ockerlich, bis 2 cm, cm dick, frisch saftig und ziemlich weich, geruchlos und mild.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 5,5-6 x 2-2,5 µm, zylindrisch, mitunter schwach würstchenförmig, farblos und glatt.

Bemerkungen:
Weißfäule-Erreger.
Von ähnlichen Arten der Gattung durch die hutförmigen, stiellosen und ausschließlich an Laubholz wachsenden Fruchtkörper mit einer nur 10-25 mm dicken Tramaschicht unterschieden.

Autor: Edmund Garnweidner

Quelle / Literatur:
Jahn, Westf. Pilzbr., Bd. 9, S. 99ff.;
Krieglsteiner, Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 1, S. 538.

  • Detailansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Detailansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch