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Holwaya mucida (Schulzer) Korf & Abawi 1971

Synonyme: Holwaya ophiobolus (Ellis) Sacc.

Systematik: Ascomycota > Leotiales > Bulgariaceae

Deutscher Name: Konidien-Schwarzbecher

Vorkommen:
Sehr selten, aber gesellig und mitunter über mehrere Jahre am gleichen Standort auftretend, ausschließlich an Laubholz, vorwiegend an liegenden Lindenästen- und stämmen, aber auch an anderen Laubhölzern.

Vorkommen am Ammersee:
Selten.
In unserer Datenbank gibt es 15 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Fruchtkörper der Hauptfruchtform becherförmig, aus der Borke hervorbrechend, meist mit mehreren Fruchtkörpern nestartig verwachsen, einzelne Apothezien bis 9 mm breit, völlig schwarz, unregelmäßig verbogen und längsspaltig sich öffnend, das darunter liegende Holz nicht erkennbar stromatisiert, mit bis 0,5 mm langem Stielchen.
Fruchtkörper der als Crinula calyciiformis (Fr.) Fr. beschriebenen Nebenfruchtform regelmäßig zusammen mit der Hauptfruchtform erscheinend, aus einem ca. 1 cm hohen, bis 1,5 mm dicken, zylindrischen oder etwas zusammengedrückten und bis 2 mm breitem Stielteil und einem 2 bis 6 mm hohen und bis 4 mm breiten, weißlichgrauen, schleimigen, schmal kegeligen Kopfteil bestehend.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 40-65 x 3-3,5 µm, lang spindelig-wurmartig, fädig, farblos, mit 12 bis 20 Septen, an den Seiten kurze, sterigmenartige Auswüchse bildend, an denen zahlreiche 2-5 x 1,2-1,8 µm große, elliptische, farblose Sekundärsporen entstehen.
Schläuche bis 200 x 13,5 µm, 8-sporig.
Paraphysen fädig-dünn, verzweigt.

Autor: Edmund Garnweidner

Quelle / Literatur:
Krieglsteiner/Häffner, Z. Mykol., Bd. 51(1), S. 131ff.

  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Edmund Garnweidner
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Edmund Garnweidner
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Edmund Garnweidner
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Edmund Garnweidner