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Crepidotus cesatii (Rabenh.) Sacc. 1877

Synonyme: Crepidotus sphaerosporus (Pat.) J.E. Lange

Systematik: Basidiomycota > Agaricales > Inocybaceae

Deutscher Name:

Vorkommen:
Vorwiegend im Spätherbst und Winter an Laub- und Nadelhölzern, gerne in Weidengebüschen, gilt als selten.
Nach dem Atlas der Großpilze Deutschlands (West), Bd. 1 (Karte 840), in den westlichen Bundesländern selten, in den gut kartierten Gebieten von Baden-Württemberg und um Augsburg jedoch fast geschlossen verbreitet.

Vorkommen am Ammersee:
Verbreitet und häufig.
In unserer Datenbank gibt es 154 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Hut 0,8 bis 3,5 cm breit, stiellos oder jung mit winzigem, hochgezogenem Stielchen, anfangs rundlich-muschelförmig, alt oft wellig-flatterig verbogen, dünnfleischig, brüchig und leicht vom Substrat ablösbar, Oberseite weiß, fein filzig mit eingebogenem und gelapptem Rand, alt hell fleischbräunlich gefleckt.
Lamellen lange rein weiß, dann blass ockerlich, auffallend entfernt, schmal und dicklich und den Stielansatz nicht erreichend, Schneide weißflockig und ziemlich deutlich gesägt.
Stiel bis 3 mm lang und 1 mm dick, jung deutlich sichtbar, an ausgewachsenen Fruchtkörpern aber nicht mehr erkennbar, gelblichweiß.
Fleisch weißlich, dünn und ziemlich brüchig, geruchlos.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Sporen 8 x 5-6 µm, breit elliptisch und fein punktiert.
Cheilozystiden bauchig, teilweise gegabelt.

Bemerkungen:
Der Typus ist an den meist breit elliptischen Sporen (Quotient Länge/Breite 1-1,3) zu erkennen. Senn-Irlet unterscheidet die var. subsphaerospora (J.E. Lange) Senn-Irlet mit etwas stärker ovoiden Sporen (Q = 1,2-1,45).

Autor: Edmund Garnweidner

Quelle / Literatur:
Senn-Irlet in Funga Nordica, 1. Aufl., S. 866;
Stangl et al., Z. Mykol., Bd. 57, S. 124.

  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Makroskopische Ansicht

    Foto: Peter Karasch
  • Mikroskopische Ansicht

    Foto: Andreas Gminder