Startseite

Athelopsis glaucina (Bourd. & Galz.) Oberw. ex Parmasto 1968

Synonyme: Athelia glaucina (Bourd. & Galz.) Donk , Corticium glaucinum Bourd. & Galz.

Systematik: Basidiomycota > Atheliales > Atheliaceae

Deutscher Name:

Vorkommen:
An Laubholz, gern auf basenreichen Böden, in Kalkbuchenwäldern häufig, aber wohl nur wenig beachtet.

Vorkommen am Ammersee:
Bislang nur wenige Male gemeldet, aber vermutlich deutlich häufiger.
In unserer Datenbank gibt es 7 Fundmeldungen.

Makroskopische Bestimmungsmerkmale:
Fruchtkörper resupinat, häutchenartig abziehbar, kaum mit dem Substrat verwachsen, hell gelblich, frisch teils mit schwachem grünen Hauch.

Mikroskopische Bestimmungsmerkmale:
Hyphensystem monomitisch, Hyphen durchgehend dünnwandig, farblos-hyalin, sehr schmal, 1-3 µm dick, überall mit Schnallen, häufig mit kleinen, kristallinen Inkrustationen.
Sporen dünnwandig, glatt, schmal zylindrisch, 9-10 x 2-2,5 µm, farblos-hyalin, häufig zu 2-4 verklebt, inamyloid, nicht dextrinoid.
Basidien mit Basalschnalle, 12-20 x 5-6 µm, viersporig, mit kleinem, aber deutlichem Stielteil.

Bemerkungen:
Athelopsis glaucina erinnert makroskopisch an einen Vertreter der Gattung Athelia, ist aber mikroskopisch leicht an den schmalen Hyphen und durch die gestielten Basidien von dieser unterscheidbar. Die auffallend schmal zylindrischen Sporen, die meist zu Vierergruppen verkleben, sind sehr auffällig, sodass diese Art recht leicht bestimmbar ist.

Autor: Dr. Christoph Hahn

Quelle / Literatur:
Eriksson J., Hjortstam K. et al. (1973-1987): The Corticiaceae of North Europe vol. 1-8.